DB5 — 1963
Der DB5 ist wohl das berühmteste Auto der Welt. Seine Verbindung mit James Bond in Goldfinger 1964 — mit den legendären Gadgets von Q Branch: Schleudersitz, in den Scheinwerfern versteckte Maschinengewehre, drehbares Nummernschild — machte ihn zu einer universellen kulturellen Ikone, weit über die Welt der Autoliebhaber hinaus, fest verankert im kollektiven Gedächtnis rund um den Globus. Doch jenseits des Kino-Mythos ist der DB5 vor allem eine gelungene Weiterentwicklung des DB4: auf 4,0 Liter vergrößerter Motor, 282 PS, ZF-Fünfganggetriebe und eine noch sorgfältigere Innenraumverarbeitung.
Im Forum Aston Passion bleibt der DB5 das Modell, das in den Foto-Threads die meisten Emotionen und Reaktionen auslöst. Mitglieder, die das Glück hatten, ein Originalexemplar zu fahren, beschreiben einhellig ein bemerkenswert stimmiges Erlebnis — direkte Lenkung, ein singender Motor, ein kommunikatives Fahrwerk — das sechzig Jahre später nichts von seinem Reiz verloren hat. Die 1.059 gebauten Exemplare werden heute je nach Historie und Ausstattung zwischen 800.000 und mehreren Millionen Euro gehandelt, wobei die Continuation-Exemplare von Aston Martin Spitzenwerte erreichen.
Der DB5 Vantage: die Hochleistungsoption (1964–1965)
Ab 1964 als Option angeboten, war der DB5 Vantage kein eigenständiges Modell, sondern eine leistungsstärkere Motorvariante. Der 4,0-Liter-Reihensechszylinder erhielt drei Doppelvergaser von Weber anstelle der üblichen SU, was die Leistung von 282 auf 325 PS steigerte. Äußerlich verriet nur ein dezentes „Vantage“-Emblem auf dem Kofferraumdeckel den Unterschied. Von den 1.059 gebauten DB5 wurden knapp hundert in Vantage-Ausführung bestellt — was sie heute bei Sammlern besonders begehrt macht.