Anekdoten

Valkyrie LM 2025: 10 Exemplare, 697 PS – Valkyrie LM erklärt

16 Juni 2026 La Rédaction AstonLegacy 5 Min. Lesezeit

Valkyrie LM: 10 nicht homologierte Exemplare, 6,5‑Liter‑V12 Cosworth mit 697 PS, Auslieferungen Q2 2026 und ein exklusives dreistufiges Track‑Programm. Alles Wichtige.


Valkyrie LM: Das ist die Aston für Sammler, die alles wollen außer Bequemlichkeit. Weder eine LMH für Rennen noch eine straßenzugelassene Valkyrie, vereint dieser dritte Weg einen Cosworth‑V12 mit 697 PS, ein von der Hypercar abgeleitetes Chassis und ein herstellerseitiges Programm, das darauf ausgelegt ist, häufig, sauber und außerhalb des Parc Fermé zu fahren. Wir entschlüsseln, was Sie kaufen, was Sie nicht tun können und warum 10 Exemplare Aston Martin genügen.

LMH, Valkyrie LM, Straße: die Valkyrie‑Familie in drei Zweigen

Die Valkyrie‑Linie gliedert sich nun in drei klare Achsen. Zuerst das Rennauto, die Valkyrie Hypercar, eingesetzt nach dem LMH‑Reglement. Dann die Valkyrie LM, abgeleitet von dieser Wettbewerbsbasis, aber ausdrücklich nicht für Rennen homologiert. Schließlich die für die Straße bestimmten Ableitungen, darunter die Valkyrie Spider und die extreme Valkyrie AMR Pro für den privaten Track‑Einsatz.

Laut astonmartin.com (9. Juni 2025) ist die Valkyrie LM auf Basis der Valkyrie Hypercar entwickelt, der ersten LMH der Marke. Sie übernimmt deren aerodynamischen Geist und den mechanischen Kern, ohne die Zwänge eines Reglements. Diese Freiheit ermöglicht handverlesenen Eigentümern ein Fahrerlebnis nahe am Rennsport, jedoch befreit von Kalendern und BOP.

Zur Einordnung: Das Valkyrie‑Konzept wurde 2016 vorgestellt. Seither hat sich die Familie in Straßen‑ und Track‑Programme verzweigt. Die LM besetzt die eigenwilligste Nische: ein Ingenieursobjekt, extrapoliert aus dem Langstreckenfahrzeug, gedacht für intensiven privaten Einsatz auf der Rennstrecke.

Der 6,5‑Liter‑V12 Cosworth, hochdrehend: identische Abstimmung wie im Rennauto

Das Herzstück ist ein 6,5‑Liter V12 Saugmotor von Cosworth, im Magerbetrieb (lean‑burn), mit 520 kW, also 697 PS. Der Schlüsselpunkt: Seine Abstimmung ist identisch mit jener des WEC‑Autos, wiederum laut astonmartin.com (9. Juni 2025). Anders gesagt: Die Valkyrie LM begnügt sich nicht mit Klang und Stil – sie übernimmt Mapping und thermische Philosophie der Hypercar.

Diese technische Wahl verspricht Authentizität am Steuer. Ohne Hybridisierung atmet der V12 frei und liefert ein direktes Ansprechverhalten, mit der Progression eines großen Saugmotors, gebaut für Dauerleistung. In der Praxis heißt das: Temperaturen im Blick behalten, Aufwärmzeiten respektieren und eine Wartung, die eher dem Rennstall als der heimischen Garage entspricht.

Die mechanische Kohärenz spiegelt sich auch im Einsatzzweck: lange, wiederholbare und lehrreiche Stints. Die Valkyrie LM spielt nicht den Sprinter für eine Quali‑Runde. Sie ist auf Dauer angelegt – genau wie die Plattform, von der sie ausgeht.

Valkyrie LM

10 Exemplare und ein dreistufiges Track‑Programm ab 2026

Die Serie ist strikt auf 10 Exemplare limitiert. Der Besitzer‑Kalender ist abgesteckt: persönliche Übergabe im zweiten Quartal 2026, danach zwei UNLEASHED‑Trackdays im dritten und im vierten Quartal 2026 auf Formel‑1‑Strecken. Abschließend ist ein Besitzerdinner am Stammsitz in Gaydon im Dezember 2026 geplant.

Der Nutzen dieses Protokolls ist doppelt. Erstens: das Erlernen des Modells in passenden Rahmen zu begleiten – mit Werks‑Support und Infrastruktur auf Top‑Niveau. Zweitens: eine technische wie soziale Community rund um die Valkyrie LM zu schaffen, in der man Daten, Setups und Erfahrungswerte über die Sessions hinweg teilt.

Dieses Format ist kein Marketing‑Packaging: Es markiert ein Jahr der schrittweisen Eingewöhnung in drei Phasen, im Rhythmus einer Langstreckensaison. Zur Vorbereitung bietet unser Dossier zum UNLEASHED‑Tag in Paul Ricard mit der AMR Pro einen guten Vorgeschmack auf Methoden und Atmosphäre: Erfahrungsbericht zu einem UNLEASHED‑Tag in Paul Ricard.

Was „nicht homologiert“ für den Eigentümer konkret bedeutet

Der Hinweis „nicht für den Wettbewerb homologiert“ ist zentral. Er bedeutet, dass die Valkyrie LM nicht in einer offiziellen Serie eingesetzt werden darf und nicht für den Straßenverkehr bestimmt ist. Sie lebt auf privaten Strecken, Besitzer‑Tagen, Tests und dedizierten Events. Das ist Freiheit und Einschränkung zugleich: Freiheit bei Setup und Nutzung außerhalb fester Kalender, Einschränkung durch einen anspruchsvolleren logistischen Rahmen.

Konkret sollten Sie im Modus „mobile Werkstatt“ agieren: Reifen, Fluide, Teileträger – und ein Technikteam, das das Modell kennt. Die UNLEASHED‑Tage bilden das Fundament, doch Sie können darüber hinaus fahren, im Rahmen von Strecken‑Slots und Transportlogistik. Die Valkyrie LM ist eine Zeitinvestition, nicht nur Kapital.

Um den Abstand zu den Straßen‑ und Kunden‑Track‑Versionen im Valkyrie‑Kosmos zu messen, hilft unser Überblick über die Linie: Überblick über die Valkyrie‑Familie und verbundene Modelle. Und um die LM in der jüngeren Historie der hauseigenen Kleinserien einzuordnen, siehe die Studie zur One‑77 und ihrem technischen Erbe.

Valkyrie LM

Valkyrie LM im Umfeld der Kunden‑Hypercars: Positionierung und Preis

Die Frage der Positionierung erfordert Klarheit und Vorsicht. Die Valkyrie LM ist eine Extrapolation der Renn‑Hypercar, geliefert mit Fahrprogramm und Werksbetreuung. Sie passt weder in ein Standard‑Datenblatt noch in eine öffentliche Tarifliste. Ein Preis ist in den verfügbaren offiziellen Unterlagen nicht genannt; das Ziel ist nicht, eine Zahl zu schlagen, sondern eine mechanische Nähe und operative Verwandtschaft mit dem WEC‑Auto sicherzustellen.

Im Markt der „Kunden‑Hypercars“ bildet die Knappheit (10 Autos), die Motoridentität (Cosworth‑V12 in Hypercar‑Abstimmung) und der Besitzer‑Kalender 2026 ein Triptychon, das man selten sieht. Wo andere Ansätze die Einschreibung in Wettbewerbe oder die Straßenzulassung betonen, bekennt sich diese Aston zu ihrem Dazwischen: eine private Langstrecken‑Maschine, gedacht für ganze Fahrtage – so nah wie möglich am Werksgestus.

Zur Einordnung skizzieren Pressemitteilungen und offizielle Seiten Intention und Konturen des Programms. Lesenswert sind die dedizierte Präsentation und der Sport‑Bereich von Aston Martin, um die Valkyrie LM gegenüber dem Langstrecken‑Hypercar‑Projekt zu verorten: offizielle Präsentation der Valkyrie LM und Überblick über die Rennaktivitäten von Aston Martin. Für eine nutzungs‑ und erlebnisorientierte Ergänzung ordnet die Analyse von EVO zur Valkyrie‑Familie dieses Modell im Ökosystem zeitgenössischer Hypercars ein.

Fazit – warum die Valkyrie LM das richtige „dritte Objekt“ ist

Für den Sammler, der die Erfahrung so nah wie möglich an der Langstrecke sucht, ohne sich einem Championat zu unterwerfen oder auf den V12 zu verzichten, setzt die Valkyrie LM die richtigen Häkchen. Sie bietet einen Cosworth‑Motor in Hypercar‑Abstimmung, ein präzises Begleitprogramm 2026 und eine Produktion von 10 Einheiten, die Werksaufmerksamkeit ebenso sichert wie die Dauerhaftigkeit des Gebrauchswerts.

Sie ist weder die Waffe für ein offizielles Podium noch die zugelassene Diva. Sie ist dieses seltene „dritte Objekt“, gemacht für häufiges Fahren und langen Fortschritt im gewählten Rahmen. Aus diesen Gründen findet die Valkyrie LM ihren natürlichen Platz in einer anspruchsvollen Garage: zugleich Instrument, Schule und Ingenieurs‑Signatur.

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