Lagonda (1976) — 1976
Der Lagonda von 1976 ist eines der kühnsten und umstrittensten Automobile seiner Zeit. Von William Towns gezeichnet, bricht seine keilförmige Karosserie – absolut radikal für eine Luxuslimousine – mit allem, was damals auf dem Premiummarkt existierte. Seine beeindruckende Länge von 5,28 Metern, seine vollkommen flachen Linien und seine Klappscheinwerfer machen ihn zu einem Auto, das in die von den 1970er-Jahren erträumte Zukunft gehört. Sein vollständig elektronisches Armaturenbrett – eine Weltpremiere bei einem Serienwagen – zeigt die Informationen auf Plasmabildschirmen an, eine revolutionäre, zu jener Zeit aber leider wenig zuverlässige Technologie.
In 645 Exemplaren zwischen 1976 und 1990 gebaut, ist der Lagonda heute ein begehrtes Sammlerstück, geschätzt für seine bewusste Extravaganz und seinen Status als Artefakt einer vergangenen Epoche. Seine sprichwörtlich verbesserungswürdige Zuverlässigkeit – die Elektroniksysteme der frühen Modelljahrgänge bereiteten zahlreiche Probleme – hielt Persönlichkeiten wie Roger Moore, die Königsfamilien des Golfs und zahlreiche britische Aristokraten nicht davon ab, ihn zu bestellen. Seine überarbeitete Version von 1987 mit verbesserter Elektronik ist die für Sammler empfehlenswerteste.