Die Geschichte von Aston Martin von 1913 bis heute: die Anfänge Bamford & Martin, die David-Brown-Ära, die Krisen und die moderne Wiedergeburt der Marke.
Die Geschichte von Aston Martin ist die einer der begehrtesten Automobilmarken der Welt: über ein Jahrhundert britischer Eleganz, geprägt von sportlichen Triumphen, wiederkehrenden Krisen und spektakulären Wiedergeburten. 1913 gegründet, formte die Marke eine einzigartige Identität — die des rassigen Gran Turismo, auf halbem Weg zwischen Sportwagen und Luxusobjekt. Die Aston Martin Geschichte zu verfolgen heißt, mehr als hundert Jahre automobiler Leidenschaft zu durchqueren, von handgefertigten Roadstern bis zu Hybrid-Hypercars.
Die Anfänge: Bamford & Martin (1913–1926)
Alles begann 1913 in London, als Lionel Martin und Robert Bamford die Bamford & Martin Ltd. gründeten. Der Name „Aston Martin“ entstand aus Lionel Martins Sieg beim Bergrennen von Aston Clinton in Buckinghamshire. Der Erste Weltkrieg unterbrach das Unternehmen, doch 1919 wurde die Produktion wieder aufgenommen. Schon in den 1920er-Jahren machte sich die Marke im Rennsport einen Namen, vor allem in Brooklands, und ihre Wagen zeichneten sich durch Leichtigkeit und Wendigkeit aus. In winzigen Stückzahlen gebaut, verkörperten diese frühen Fahrzeuge bereits die Mischung aus Raffinesse und Wettbewerbsgeist, die die Marke bis heute prägt: Leistung im Dienste der Eleganz. Diese Werte begründeten einen Ruf, den Aston Martin über Jahrzehnte hinweg verteidigen sollte.
Die goldene David-Brown-Ära (1947–1972)
1947 kaufte der Industrielle David Brown die Firma für 20.500 Pfund, nachdem er eine Kleinanzeige in der Times entdeckt hatte. Er gab ihr seine Initialen: Die „DB“-Ära hatte begonnen. Der DB2 (1950) eröffnete die Reihe, der DB4 (1958) übernahm die Touring-Superleggera-Karosserie, und der DB5 (1963) wurde dank James Bond zum berühmtesten Auto der Welt. Mit Schleudersitz und ausfahrbaren Maschinengewehren ausgestattet, prägte er das Bild der Marke für immer. Der DB6 (1965) setzte diesen Erfolg mit mehr Alltagstauglichkeit fort. Auf der Rennstrecke kam der Höhepunkt 1959: Der von Carroll Shelby und Roy Salvadori gefahrene DBR1 gewann die 24 Stunden von Le Mans, und Aston Martin sicherte sich den Konstrukteurs-Weltmeistertitel im Sportwagensport.
Die turbulenten Jahre (1972–2007)
Nach David Browns Abgang 1972 durchlebte die Marke schwierige Jahrzehnte, stand mehrfach am Rande des Konkurses und wechselte inmitten von Finanzkrisen mehrmals den Besitzer. Persönlichkeiten wie Victor Gauntlett hielten sie in den 1980er-Jahren über Wasser, während Newport Pagnell weiter den kraftvollen V8 und die futuristische Lagonda baute. Der Virage belebte die Produktion 1988 neu, während die seltenen Kooperationen mit dem Karosseriebauer Zagato zu begehrten Sammlerstücken wurden. Der eigentliche Aufschwung kam mit dem DB7 (1994), in mehr als 7.000 Exemplaren gebaut — ein Rekord für die Marke — unter Ford, das bereits 1987 eingestiegen war.
Wiedergeburt und die moderne Ära (2007–heute)
2007 erlangte Aston Martin seine Unabhängigkeit zurück, bevor es 2018 an die Londoner Börse ging. Das Werk in Gaydon in Warwickshire wurde zum Herzen einer vollständig erneuerten Modellpalette unter der gestalterischen Leitung von Marek Reichman. Die Marke wagte mit dem DBX (2020) den Schritt zum SUV, heute ihr meistverkauftes Modell, nachdem sie den außergewöhnlichen One-77 geschaffen hatte. Dann kam der aus der Formel 1 abgeleitete Hypercar, der Valkyrie, entstanden aus der Zusammenarbeit mit Red Bull Racing. Die Rückkehr in die Formel 1 als Aston Martin Aramco besiegelt seit 2021 diesen neuen Ehrgeiz. Bis heute baut Aston Martin seine Wagen weitgehend von Hand und exportiert sie in alle Welt.
Aston Martin Geschichte, weiterhin in Bewegung
Vom ersten Bamford & Martin bis zu Hybrid-Hypercars wie dem Valhalla liest sich die Aston Martin Geschichte wie ein großer britischer Roman: Eleganz, Schicksalsschläge und Hartnäckigkeit. Beim Börsengang mit mehreren Milliarden Pfund bewertet, bereitet die Marke heute ihren Wandel zur Elektrifizierung vor und bleibt zugleich ihrer Bestimmung treu: die schönsten Gran-Turismo-Automobile der Welt zu bauen. Die Aston Martin Geschichte ist damit längst nicht zu Ende geschrieben. Mehr dazu auf der offiziellen Aston-Martin-Website oder auf der Aston-Martin-Seite bei Wikipedia.
Bis heute wird die Geschichte von Aston Martin weitergeschrieben, zwischen einem über hundertjährigen Erbe und entschlossen modernen Ambitionen.


