Geschichte

DB6 Volante 1966: 3 Karosserie-Wahlen, die den DB6 Volante seltener machten als das Coupé

09 Oktober 2026 La Rédaction AstonLegacy 6 Min. Lesezeit

DB6 Volante : pourquoi ce cabriolet, plus abouti techniquement que le DB5, demeure rare et sous-coté. Châssis rallongé, Superleggera revue, 29 Vantage.


DB6 Volante oder das Paradox eines offenen Aston, zugleich ausgereifter und diskreter als sein Vorgänger. Vorgestellt auf der London Motor Show 1966, verlängert dieses Cabriolet seine Laufbahn bis 1970 und korrigiert vor allem mehrere strukturelle Grenzen des DB5. In einer Zeit, in der Auktionen gerne den Mythos von 1964 sakralisieren, verdient dieses Modell einen frischen Blick: verlängerter Radstand, neu gedachte Superleggera, performante Varianten und ein königlicher Langzeiteinsatz. Hier ist, warum der versierte Sammler diesen Klassiker neu bewerten sollte.

Das Steifigkeitsproblem des Cabriolets: was der verlängerte DB6-Rahmen erlaubte, was der DB5 Cabriolet nicht konnte

Der Wechsel vom Coupé zum Cabriolet zwingt zu einer hartnäckigen Realität: Die Torsionssteifigkeit sinkt, wenn man ein tragendes Dach entfernt. Der DB6 geht dies frontal an, indem er den Radstand um 95 mm (3,75 Zoll) gegenüber dem DB5 verlängert. Laut Wikipedia DB6 ist dieser strukturelle Zugewinn nicht nur ein Raumgewinn: Er stabilisiert das Auto bei hoher Geschwindigkeit und schafft das nötige Volumen, um ein sorgfältig integriertes Verdeck unterzubringen, ohne das Gerüst zu kompromittieren. Wo das vom DB5 abgeleitete Cabriolet Kompromisse machen musste, bietet der neue Rahmen technischen Spielraum.

Konkret trägt dieser zusätzliche Radstand dazu bei, die Lasten besser zu verteilen und lokal konzentrierte Spannungen zu reduzieren – kritisch bei einem Cabriolet. Ergebnis: Die Verdeckkinematik und die Platzierung der Verstärkungen fügen sich in eine gelassenere Basis. Das ist einer der Schlüssel zur Reife des DB6 Volante: weniger unsichtbare Kompromisse, mehr Präzision am Volant.

Fügen wir hinzu, dass das „Kammback“-Heck des DB6, gedacht zur Verbesserung der Aerodynamik, sich in dieselbe Logik der Effizienz einfügt. Auch wenn die konservative Kundschaft es bei der Einführung 1965 kühl aufnahm (Quelle: Wikipedia DB6), trägt diese Wahl gemeinsam mit dem verlängerten Radstand zu einer ausgeprägteren Grand-Tourisme-Stabilität bei als bei der vorherigen Generation.

Die modifizierte Superleggera: Stahlrohre mit variabler Querschnittsform und die Lizenz von 5 £ pro Auto

Der DB6 verleugnet die Superleggera-Philosophie nicht, verfeinert aber deren Ausführung. Ebenfalls laut Wikipedia DB6 wechselt das Rohrgerüst von gleichmäßigen Querschnitten (DB4 und DB5) zu Stahlrohren mit variabler Querschnittsform je nach Position in der Struktur: schlanker, wo die Last geringer ist, großzügiger dort, wo die Kräfte sich häufen. Das ist eine zielgerichtete Optimierung – mit direktem Nutzen für ein Cabriolet, für das jeder Verstärkungssteg zählt.

Diese Weiterentwicklung dient einem doppelten Ziel: besser verteilte Steifigkeit und begrenzte Masse. Bei einem Modell ohne festes Dach reduziert die feine Abstimmung der Querschnitte den „Jo-Jo“-Effekt nachträglich hinzugefügter Verstärkungen. Das Verdeck findet sauber Platz, die Linie bleibt elegant, und die Basis gewinnt an dynamischer Kohärenz: genug, um den DB6 Volante technischer erscheinen zu lassen, als es zunächst scheint.

Ein Punkt industrieller Ethik: Aston Martin zahlt pro Auto eine Gebühr von 5 £ an Touring aus Mailand für die Nutzung der Superleggera-Lizenz. Dieses oft übersehene Detail erinnert daran, dass sich das einstige Handwerk auch auf Patente und Ströme geistigen Eigentums stützte. Auf der offiziellen Modellseite ordnet Aston Martin den DB6 übrigens in die Kontinuität DB4–DB5 ein – mit dieser weiterentwickelten Signatur-Architektur (consulter la fiche historique du DB6).

DB6 Volante

140 Volantes, davon 29 Vantage: die Seltenheit der Hochleistungsvariante als Cabriolet

Zahlen sprechen: 140 DB6 Volante insgesamt, davon 29 in der Version Vantage als Hochleistungsvariante, laut Wikipedia DB6. Das ist wenig, und genau das macht das Cabriolet in der Gesamtproduktion der DB6-Baureihe seltener als sein geschlossenes Pendant. Die Variante Vantage, mit 325 PS (242 kW) gegenüber 282 PS in der Standardkonfiguration beziffert, verkörpert die Synthese: Grand Tourisme ohne Dach, spitzerer Motor, verfeinerter Rahmen und Struktur.

In einem Sammlermarkt, in dem die Erzählung ebenso viel wie die Ingenieurskunst wiegt, liefern diese 29 Vantage-Exemplare ein starkes Argument. Sie bündeln die technische Evolution des Modells und den Reiz einer spärlichen Produktion. Man versteht, dass die Notierungen anziehen können, je mehr Liebhaber die mechanischen Vorzüge dieser späten Serie wiederentdecken.

Um das Auto in seinen zeitgenössischen Kontext und seine unmittelbare Genealogie einzuordnen, lohnt ein erneuter Blick in den enzyklopädischen Eintrag (aperçu détaillé du DB6 sur Wikipedia) und in die Pressematerialien von Aston Martin (dossier média DB6).

Die Version von Charles III: E85 und die Geschichte eines langen royalen Einsatzes

Ein weiteres Kapitel, anekdotischer, aber aussagekräftig: Charles III besitzt einen DB6 Volante Mk II, umgerüstet auf den Biokraftstoff E85 (Quelle: Wikipedia DB6). Darin lässt sich, jenseits des Symbols, der Beweis einer realen und langjährigen Nutzung eines Cabriolets der 60er Jahre sehen. Es ist kein Staatsnippes: Es ist ein Auto, das fährt und einen Kompromiss zwischen Erbe und zeitgenössischen Anliegen gefunden hat.

Dieses royale Detail illustriert die technische Flexibilität des Modells. Eine gesunde Basis, eine angepasste moderne Kraftstoffversorgung: Das zuständige Team konnte mechanischen Respekt mit neuen Anforderungen verbinden. Ohne in mondäne Anekdoten zu verfallen, sei angemerkt, dass diese Sichtbarkeit dazu beiträgt, die Bekanntheit des DB6 Volante in der kollektiven Vorstellung wachzuhalten – über den Kreis der Eingeweihten hinaus.

Für den Sammler ist das eine nützliche Erinnerung: Wenn ein historisches Auto vielfältige Einsätze verträgt, ohne seinen Charakter zu verleugnen, ist das oft ein Zeichen für eine gut geborene Ursprungskonstruktion. Der DB6, mit seinem ruhigeren Fahrwerk und der optimierten Superleggera, liefert dafür ein königlich medialisiertes Beispiel.

DB6 Volante

DB5 Volante gegen DB6 Volante: Auktionsnotierung und Kaufargument für den Sammler

Auf dem Auktionsparkett zieht der DB5 Volante spontan das Scheinwerferlicht auf sich, beschwert mit einem transversalen Ruhm, der über die Ingenieurskunst hinausgeht. Der DB6 Volante hingegen bleibt bisweilen unterschätzt. Doch die Fakten sind hartnäckig: um 95 mm verlängerter Rahmen, Verdeckintegration ohne strukturelle Opfer, Superleggera mit variablen Querschnitten, effizientere Kammback-Aerodynamik. Mit anderen Worten: Die Technik ist fortgeschritten.

Für einen rationalen Sammler ist die Argumentation stichhaltig: weniger gebaute Cabriolets als Coupés, und in dieser Summe nur 29 Vantage. Fügen Sie die verbesserte Hochgeschwindigkeits-Stabilität und die zusätzliche strukturelle Kohärenz hinzu, und Sie erhalten ein Angebot, das entscheidende Kästchen ankreuzt, ohne die Mythologie zu überreizen.

Soll man daher den Charme des DB5 ignorieren? Nein. Aber anerkennen, dass der DB6 Volante eine oft übersehene Ingenieursreife verkörpert, ja. Laut Wikipedia DB6 war die anfängliche Aufnahme des Kammback gemischt; einige Jahrzehnte später liest sich seine aerodynamische Effizienz und diskrete Eleganz anders. Es ist an der Zeit, mit dem Kopf ebenso wie mit dem Herzen zu kaufen.

Um die Baureihe zu vertiefen und diese Entwicklung einzuordnen, entdecken Sie unser Dossier zum Modell (toutes nos analyses sur la DB6) und unseren technischen Überblick (DB6 1965: quatre raisons techniques). Karosserie-Fans finden zudem einen Querschnitt der Cabriolets der Marke in soixante ans de Volante.

Fazit: warum der DB6 Volante eine Neubewertung verdient

Die Faktenlage ist einfach: Der DB6 Volante wurde 1966 präsentiert, hatte vier Produktionsjahre, summiert 140 Exemplare, davon 29 Vantage, und basiert auf einer ausgereifteren Architektur als das DB5 Cabriolet. Verlängerter Rahmen, verfeinerte Superleggera, besser ausgearbeitete Aerodynamik: Alles trägt zu einem stimmigeren Cabriolet bei, ohne die britische Anmut zu verlieren, die zum Emblem passt.

Ob als Standardversion oder als seltener Vantage – dieses Modell vereint Seltenheit, technische Strenge und lebendige Geschichte, bis hin zum auf E85 umgerüsteten Exemplar von Charles III. Für einen aufgeklärten Käufer ist es weniger eine Alternative zum Mythos als eine Wahl für Kenner: ein Aston mit gereifter Ingenieurskunst, maßvoller Produktion und einem kulturellen Wert, der sich, leise, zu behaupten anschickt. Kurz: Der DB6 Volante muss nicht mehr laut werden, um zu überzeugen – man muss ihm nur zuhören.

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