DBX S 2026: 23-Zoll-Magnesiumräder, Turbos aus der Valhalla und optionales Karbon-Dach. Was sich wirklich gegenüber dem weithin bekannten DBX707 ändert.
DBX S: Das ist der neue thermische Gipfel von Aston Martin, von Top Gear zum Super SUV des Jahres 2026 gekürt und als der leistungsstärkste SUV mit Verbrennungsmotor auf dem Markt präsentiert. Hier ist konkret und mit Zahlen belegt, was ihn vom DBX707 unterscheidet, den er direkt ersetzt: fünf vom Hersteller bestätigte technische und ästhetische Innovationen – und was sich dadurch auf der Straße wie auch in der Modellpalette ändert.
Turbos aus der Valhalla: ein unerwarteter Technologietransfer zwischen SUV und Supersportwagen
Der erste Unterschied steckt im V8: Laut Aston Martin stammen die Turbolader des DBX S direkt aus dem Valhalla-Programm. Diese Wahl ist nicht bloß eine Anekdote. Die Marke kündigt einen Zugewinn von 20 PS gegenüber dem DBX707 an – bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen. Die Botschaft ist klar: Der sich in Entwicklung befindliche Supersportwagen befruchtet nun den Antriebsstrang des SUV.
Dieser Technologietransfer bestätigt Aston Martins Strategie, seine Performance-Plattformen zu konvergieren. In der Praxis bedeuten schärfer ausgelegte Turbinen ein lebhafteres Ansprechverhalten und ein potenziell besser gehaltenes Drehmomentplateau. Ohne hier zusätzliche Zahlen zu nennen, liegt der Vorteil in der Progressivität und der Konstanz bei hohen Drehzahlen – Eigenschaften, die bei einem Fahrzeug dieser Größe zwangsläufig spürbar sind.
Auf Markenebene ist dies auch ein Meilenstein der Industrialisierung. Der Hersteller homogenisiert seine technischen Bausteine zwischen Supersportwagen und SUV, was Entwicklung und Zuverlässigkeit optimiert. Zur Einordnung innerhalb der Familie lässt sich die Entwicklung des Supersportwagens in unserem Dossier zur Valhalla und ihrer Modellseite verfolgen.
23-Zoll-Magnesiumräder: Premiere im Luxury-SUV-Segment und Massereduktion
Die zweite, diesmal sehr sichtbare Innovation: 23-Zoll-Felgen aus Magnesium, angekündigt als Premiere im Segment der Luxury-SUV. Laut Aston Martin befreien sie bis zu 42 Pfund ungefederte Masse. Das ist eine seltene Zahl auf diesem Niveau: Die Reduktion der Masse an den vier Ecken wirkt sich direkt auf die Lebendigkeit der Federung, die Lenkpräzision und den Abrollkomfort aus.
Magnesium ist nicht nur ein Stilmittel. Es vereint Steifigkeit und Leichtigkeit – zwei Eigenschaften, die dem Fahrwerk helfen, dem Straßenprofil besser zu folgen und die Traktion zu bewahren. Bei einem derart schnellen SUV führt die verringerte Rotationsinertie zu klareren Radbeschleunigungen und -verzögerungen, also zu höherer Traktion und konstanterem Bremsverhalten.
Um das Ausmaß dieser Evolution gegenüber dem vorherigen Wurf zu messen, bleibt unser Referenztest des älteren Modells im Bereich zum DBX707 im Härtetest verfügbar. Die neuen Felgen des DBX S fügen sich präzise in dieses Programm zur Diät der ungefederten Massen ein.

Karbon-Dach mit einzigartiger Struktur: 40 Pfund am höchsten Punkt entfernt
Die dritte Innovation, ebenfalls auf Masse und Dynamik ausgerichtet: ein optionales „Single-Weave“-Karbon-Dach, das von Aston Martin als die größte je auf einem Dach der Marke verbaute Karbonfläche definiert wird. Der angekündigte Gewinn beträgt 40 Pfund – entfernt am höchsten Punkt des Fahrzeugs. Die Senkung des Schwerpunkts ist somit direkt.
Auf der Straße begrenzt diese Gewichtsersparnis im oberen Bereich die Wankbewegungen und verbessert die Reaktivität bei Lastwechseln. Es ist nicht nur eine Frage der Zahlen, sondern des Gleichgewichts. Einige Dutzend Pfund bei einem performanten SUV von oben nach unten zu verlagern, ist spürbarer, als sie anderswo zu entfernen. Bei vergleichbarer Ausstattung gewinnt der DBX S eine zusätzliche, dezente, aber reale Agilität.
Dieses Dach mit einzigartiger Prägung ergänzt die Palette der Leichtbauteile – zum Vorteil eines Verhaltens, das weniger von der Masse eingeschränkt ist. Auf Ebene der Modellreihe bleibt der Strich dem Aston-Martin-ADN treu, das sich in der Linie des DBX und seiner verschiedenen Iterationen verorten lässt.
Waben-Kühlergrill aus Polycarbonat und Heckdiffusor: Aerodynamik tiefgreifend überarbeitet
Vierter großer Unterschied: ein Waben-Kühlergrill aus Polycarbonat mit mehr als 25.000 einzelnen Facetten. Über den optischen Effekt hinaus gibt Aston Martin an, dass er dazu beiträgt, die Massenverteilung nach hinten zu verlegen. Die Aerodynamik wird hier von einer leichten Architektur an der Front begleitet – ganz im Sinne einer agileren Vorderachse und erhöhter Stabilität.
Der überarbeitete Heckdiffusor folgt derselben Suche nach Effizienz. Ohne veröffentlichte Auftriebszahlen bleibt die Intention: die Fahrzeuglage stabilisieren, die Strömungsabführung optimieren und die Sauberkeit der Strömungen pflegen. Für einen SUV mit sehr hoher Reisegeschwindigkeit sind dies kardinale Punkte.
Ästhetisch gehört das Gesamtbild zur der Marke lieben „functional beauty“: Elemente, die zunächst für die Funktion gezeichnet sind und letztlich eine markantere Haltung prägen. Der DBX S gewinnt damit eine eigene Identität, unterscheidbar vom DBX707, ohne die familiäre Linie zu verleugnen.

DBX S gegenüber dem DBX707: Leistung, Gewicht und Positionierung in der Palette 2026
Der Vergleich beginnt mit der Leistung. Aston Martin kündigt für den DBX S einen Zuwachs von 20 PS gegenüber dem DBX707 an, was ihm erlaubt, den Status als weltweit leistungsstärkster SUV mit Verbrennungsmotor zu beanspruchen. Dieser Punkt wird durch die Auszeichnung „Super SUV of the Year 2026“ von Top Gear untermauert, wie vom Hersteller wiedergegeben.
Beim Gewicht sammelt der Neuling handfeste Punkte: bis zu 42 Pfund über die Magnesiumräder, weitere 40 Pfund über das Karbon-Dach sowie eine Umverteilung der Massen durch den Polycarbonat-Grill. Ohne hier ein offizielles Gesamtgewicht zu nennen, schafft die Summe dieser Gewinne und die Absenkung des Schwerpunkts einen dynamischen Vorteil gegenüber dem DBX707 bei vergleichbarer Ausstattung.
In der Palette 2026 ist die Positionierung stimmig mit der Erweiterung der „S“-Familie. Nach dem 2025 erprobten DBX S und der DB12 S hat sich laut Fachpresse (Carjager, Juni 2026) die Vantage S in die Linie eingereiht. Die Produktbotschaft ist eindeutig: „S“ verkörpert die geschärfte Performance-Stufe – schneidiger, ohne in extreme Radikalität zu kippen – und etabliert sich als transversaler Referenzpunkt von Aston Martin.
Für Kontext und Merkmale des Gründungsmodells bleibt unsere Seite zum DBX der ersten Generation und seinen Evolutionsstufen der beste Einstieg, während der Test DBX707 auf Straße und Rennstrecke den Maßstab des Vergleichs liefert. Was die Supersportwagen-Herkunft der Turbos angeht, erschließt sie sich bei der Lektüre des Valhalla-Dossiers.
Fazit: Was der DBX S im Jahr 2026 verändert
Am Ende dieses Schlagabtauschs hebt sich der DBX S vom DBX707 durch gezielte und messbare Fortschritte ab: Turbos aus der Valhalla für 20 zusätzliche PS, 23-Zoll-Magnesiumräder mit bis zu 42 Pfund weniger ungefederter Masse, ein einzigartiges Karbon-Dach mit 40 Pfund Einsparung am höchsten Punkt sowie eine überarbeitete Aerodynamik/Frontarchitektur über einen Polycarbonat-Grill mit mehr als 25.000 Facetten. Das Ergebnis ist ein als weltweit stärkster Verbrenner-SUV beanspruchtes und in seinen Reaktionen weiter geschärftes Fahrzeug.
Statt Überbietungswettbewerb wählt Aston Martin wirksame Ingenieurshebel, die die dynamische Kohärenz nähren. Damit bestätigt der DBX S die Reife der „S“-Familie innerhalb der Palette 2026. Ein britisch geprägtes, technisches Understatement, das für sich spricht.
Weiterführend — Offizielles Datenblatt: Aston-Martin-Website (DBX S). Kontext und Historie des Modells: DBX-Seite auf Wikipedia (en) und DBX-Seite auf Wikipedia (de).


